Archiv für August 2009

PostHeaderIcon London entdecken mit dem Fotoapparat Exkurs unser Hotel

 

Na ja, eigentlich wollte ich ja über unser Hotel schweigen, aber scheinbar ist das doch durchaus ein Thema und so möchte ich natürlich die Neugierde der Leser befriedigen.

Hotels in London sind so eine Sache. Nach meinen Empfinden kann man für sehr sehr teures Geld zentral in London wohnen und alles ist gut. Betrachtet man allerdings die reale Anwesenheit in seiner Luxusherberge, sollte man als Ökonom feststellen, dass das Verhältnis von viel Geld zu Schlafensanwesenheit in keinem Verhältnis steht. Alternativen müssen her.

Variante eins: Man suche sich eine Hotel in der Peripherie von London. Vorteil: Weniger Kosten und gute Unterbringung; Nachteil: Am Ende der Welt, denn London ist groß!

Variante zwei: Man suche sich ein Hotel in Zentrum, akzeptiere Einschränkungen, zahle weniger Geld und entscheide einfach so wenig wie möglich in seinem Hotel zu sein, weil in unserem Fall…

… der Mitarbeiter nicht in der Lage war mit meiner Kreditkarte umzugehen, vermutlich habe ich unser Hotelzimmer jetzt 4 Mal gezahlt

… wir uns in unserem Hotel so gut wie jedes Mal verlaufen haben, bis wir unser Zimmer gefunden haben und nein, wir sind nicht desorientiert

… unser Zimmer gefühlt so groß war wie in einem 4 Sterne Hotel das Badezimmer

… wir zwar einen supi TFT Fernseher hatten, aber leider keinen Empfang

… wir, wenn wir in unserem Bad waren, erstmal Gymnastik machen mussten, um die Tür überhaupt zu zu bekommen.

… zumindest einer der Protagonisten beim Versuch "Frühstück" einzunehmen vom Servicepersonal und den Gästen umgerannt wurde und das so regelmäßig, dass wir uns am Tag danach blöde Cornflakes und harten Toast geschenkt haben und gleich losgezogen sind.

Aber wenn man eh kaum da ist, und das "makes sense" in London, dann ist das vollkommen Wurst und hat dann auch durchaus einen morbiden Charme….

Cheap hotels in London are much fun and adventure!

 

PostHeaderIcon London entdecken mit dem Fotoapparat Teil 1 Camden Town

 

Seit heute hat mich Deutschland wieder, nachdem ich am vergangenen Wochenende London für mich entdeckt habe. Mit schmerzenden Füßen werde ich euch meine bebilderten Erlebnisse schildern. Wenn ich jedoch alles schreiben würde, was ich mich beeindruckt. fasziniert oder auch abgeschreckt hat, dann würde ich hier vermutlich tagelang sitzen und schreiben. Ich werde es ein bisschen raffen und kann für mich schon jetzt sagen, das sich einige meiner Vorurteile bestätigt haben, andere sich jedoch in Luft aufgelöst. London rockt but mind the gap!

Also Reisebericht erster Teil: Ankunft Hotel und Samstagvormittag in Camden Town

Wir sind am Freitagabend vom Flughafen Hamburg-Lübeck (was für ein Frechheit ist das denn, ein Festzeit als Flughafen(halle) zu bezeichnen und dann auch noch Hamburg zu titulieren) nach Stansted geflogen. Natürlich bietet es sich an, jetzt über Lowcostcarrier herzuziehen, aber für 40 Euro hin und zurück war alles vollkommen Ok und nicht so schlimm wie es mir vorgestellt wurde. Keine Kaffeefahrt in der Luft und ich weiß jetzt was scratch cards sind, nämlich Rubbellose die man im Flugzeug kaufen kann und im Gewinnfall mörder Preise abstauben kann. So was mal bei der guten alten Tante Lufthansa, was eine herrrrliche Vorstellung.

Von Stansted ging es dann in knapp 1,5 Stunden mit einem Kleinbus nach London rein. Vor der Abfahrt ereilte mich allerdings mein erstes Sprachfrusterlebnis mit der der englischen Busfahrerin. Von ihren Worten habe ich nicht ein einziges verstanden. Zum Glück war ich ja mit Kasi, meinem personal Guide, unterwegs, sonst hätte ich das Wochenende wohl im Flughafen Stansted verbracht.

Unser Hotel lag superzentral an der Bahnstation Victoria, hatte ein Bett, ein Bad und ein Fenster. Fertig! Mehr wollt ihr nicht wissen…

Blick aus unser Souterrain Suite

Samstagmorgen sind wir als erstes nach Camden Town gefahren.

Bei einer ersten Nahrungsaufnahme in einem Pub wurden dann mal gleich zwei Vorurteile von mir bestätigt. Klassisches Englisches Frühstück ist mindestens mal gewöhnungsbedürftig. Bratwurst mit Bohnen, Ei und Pilze ist morgens um 10 nicht jedermanns Sache und Engländer trinken den ganzen Tag Bier. Was die Jungs und Mädels da morgens um 10 Uhr schon in sich reingetankt haben war bemerkenswert. Aber ich möchte auch mal feststellen, dass eine solche Kneipenkultur auch einen irgendwie gemütlichen, entspannten Eindruck auf mich gemacht hat. Nicht meins aber sympathisch, irgendwie.

Böse Reiseführer schreiben, dass der Camden Market zu einem T-Shirt Markt verkommen ist, liebe, dass Camden Market eine Ansammlung von verschiedenen Märkten ist, auf dem nahezu alles verkauft wird. Die Wahrheit liegt dazwischen.

Die Lage ist auf jeden Fall idyllisch und hat fast einen basarähnlichen Flair durch die vielen kleinen Lädchen und auch was südeuropäisches, weil man dort viele kleine verwinkelte Gassen über mehrere Etagen findet. Teile des Marktes sind in alten Pferdeställen untergebracht, die umgebaut wurden, denn früher war das ein großer Pferdemarkt. Neben den oben angesprochenen T-Shirt Läden findet man viele junge Designer, verrückte Mode, Essen aus allen Herren Länder und und und. Auf jeden Fall sehr spannend und hat mich optisch ziemlich überfordert. Wir waren zum Glück ziemlich früh da, so dass wir nur auf dem Rückweg von den ankommenden Menschenmassen erdrückt wurden.

Camden TownCamden TownCamden Town

Camden TownCamden TownCamden Town

Camden TownCamden TownCamden Town

Camden TownCamden TownCamden Town

PostHeaderIcon Muss ein DHL Arbeitnehmer Zahlen lesen können?

 

Diese Woche fand ich in meinem Briefkasten eine schönen orange Karte, die mir mitteilte, dass ein Päckchen für mich da ist, ich aber leider nicht zu Hause war, so dass ich es mir bei meinem Postdienstleister abholen könne. Das konnten doch nur unsere Shirts von der shirtklinik sein, die uns mit gesponserten Shootingshirts ausstatten wollte.

Leicht verwundert las ich die Abholadresse die eine andere war als sonst. Ok in Zeiten, in denen die Post entscheidet, ihr gesamtes Filialnetz zu schließen, hätte es ja sein können, das meine kleine Lieblingspostfiliale flott dicht gemacht wurde.

Die Öffnungszeiten, bzw. Abholzeiten waren wie immer zwischen 9 Uhr und 18:30 Uhr, begannen also nach meinem Arbeitsbeginn und endeten vor meinem üblichen Arbeitsende. Zumindest das blieb gleich. Ich habe mich aufgehört zu wundern und weis bis heute nicht warum ein Dienstleister solche Öffnungszeiten hat. Würde ich so arbeiten, wäre ich schon längst verhungert.

Nachdem ich es dann terminlich hinbekommen habe, mal einen Morgen um 9 Uhr mein kleines T-Shirt Päckchen einzusammeln und mich zu freuen wurden meinen Emotionen mit Anlauf in den Bauch getreten, als mir die nette Dame von dem Postsubunternehmenabholstation erklärte, dass ich hier falsch bin und ich meine T-Shirts (3 Mal raten bitte) in dem Postamt abholen kann, bei ich auch sonst immer meine Pakete und Postsendungen einsammele, der Fahrer hat wohl die falsche Karte in meinen Briefkasten geschmissen.

Kein Problem, Fehler passieren und im Grunde bin ich ein entspanntes Kerlchen, aber die Dame sah aus als ob ich ihr grade einen Haufen Schimpfworte ins Gesicht geschrien hätte, hatte ich aber gar nicht, denn siehe meinen Satzanfang. Sie zeigte dann auf einen Stapel von geschätzten 150 Seiten Papier. Das waren alles falsche Karten, die sie reklamierte.

Letztendlich bin ich dann einen Tag später zu meinem alten Postamt gefahren, habe binnen 3 Minuten meine Shirts gehabt und war glücklich.

Übrig bleibt allerdings für mich die Frage, wie kann so was in der Häufigkeit passieren? Zu viele unterschiedliche Zahlen? Fehlende intrinsische Motivation durch ungesicherte Arbeitsverhältnisse? Ich denke: "you get what you pay for" und das ist traurig liebe DHL.

Aber nun haben wir unsere T-Shirts von der shirtklinik und sind glücklich, aber das erzähle ich euch in meinem nächsten Beitrag! Wer auf individuelle und qualitativ gute T-Shirts steht, sollte sich mal die shirtklinik anschauen!

PostHeaderIcon Fotograf auf Abwegen in sozialer Mission

 

Es bietet sich mir die Gelegenheit, darauf hinzuweisen das ich auch noch ein paar andere Dinge in meinem Leben mache, die nichts mit Fotografie oder meinen Blogaktivitäten zu tun haben. Eine dieser Aktivitäten könnt ihr seit heute sogar mal online lesen. "Die Gesellschafter" haben in einem Artikel über ein Videoprojekt, an dem ich beteiligt bin, berichtet.

"Hinter dem Projekt [die Gesellschafter] stehen die Aktion Mensch und zahlreiche Verbände und Organisationen – darunter die Wohlfahrtsverbände und das ZDF. Ziel des Projektes ist es, der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, sich die Diskussion um die Zukunft der Gesellschaft wieder anzueignen. Ein Förderprogramm unterstützt im Rahmen des Gesellschafter-Projektes Initiativen für mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft."

Wir sind mit dem Film nun aktuell soweit, das wir grade an den Feinschnitt gehen und hoffen, dass unser Film dann Mitte September fertig ist.