Archiv für September 2009
London entdecken mit dem Fotoapparat Teil 5 Speakers Corner
Wer sich unschlüssig ist, welcher der vielen Welt- oder Nischenreligionen er denn nun folgen möchte um sein Seelenheil zu finden, sollte seine Schritte Richtung Hyde Park zum Speakers Corner lenken. Hier wird dir geholfen.
Was für ein großartiges Erlebnis in der Mitte zu stehen und die Menschen, na ja vielleicht sind es ja auch die jeweiligen Götter selbst, zu beschauen und ihnen zuzuhören.
Wobei das politische Kabarett nicht zu kurz kommt. Wenn ein Engländer im dem Land in dem der Liberalismus erfunden wurde im Hyde Park auf einem Hocker steht und mir erzählen möchte wie toll doch die damalige DDR war, weiß ich grade nicht ob ich weinen oder lachen möchte. Auf jeden Fall habe ich mich geärgert, dass mein Englisch so bescheiden ist, sonst hätte ich dem kleinen Kommunisten mal ein paar Takte geflüstert und ihm vielleicht auch mit dem "Kapital" sanft auf seinen Kopf gekloppt.
London entdecken mit dem Fotoapparat Teil 4 Notting Hill Carnival
Meinen verlorenen Stichwortzettel habe ich wieder und kann euch nun in den nächsten Tagen mit meinen restlichen London Bildern auf den Wecker gehen.
Sonntagmorgen sind wir nach einem "leckeren Frühstück" in einem Pub rüber nach Notting Hill gefahren, um uns einen Teil des Notting Hill Carnival Umzuges anzuschauen und zu fotografieren.
Gefühlt war wieder mal ganz London auf Beinen um den Umzug zu sehen, obwohl dieser "nur" der Kinderumzug war, die Erwachsenen sind immer einen Tag später am Bank Holiday, an einem Montag dran. Das sollte man unbedingt bei seinen Reiseplanungen berücksichtigen, wenn man dort fotografieren möchte.
Wir hatten einen super Platz in der 6. Reihe, konnten sogar gelegentlich ein bisschen von der Straße sehen, aber als Tourist sollte man sich ja ein wenig benehmen können und ich hab mich dann entschieden beim fotografieren, den vor mir stehenden eben nur mein Objektiv auf den Kopf zu hauen und sie nicht einfach wegzudrängeln.
Der Kinderumzug war schön und schön kurz, nach einer halben Stunde war alles vorbei und die Menschen zerstreuten sich, wohin haben wir nicht raus gefunden. Also wenn Notting Hill Carnival, die Großen!
London entdecken mit dem Fotoapparat Werbepause
Dies ist eine taktische Werbepause, weil ich in meiner Zettelwirtschaft nicht mehr zurechtkomme.
Löblich wie ich manchmal ja bin, habe ich mich gleich nachdem mich der Billigflieger in Hamburg-Lübeck (das ärgert mich immer noch maßlos) wieder in Deutschland abgesetzt hatte, zuhause hingesetzt und eine Seite voller Stichworte aufgeschrieben. Diese Stichwortliste war mir bisher eine Hilfe beim Schreiben meiner Artikel, denn sie enthielt die Dinge, die mir als Londonnewbie aufgefallen sind und die ich euch erzählt habe und noch erzählen will.
Dieser Zettel ist grade weg! Ich bin der festen Überzeugung, dass er entführt wurde! Ich warte heute Abend mal die Lösegeldforderung ab und hoffe morgen wieder im Besitz meiner Erinnerungs- und Strukturierungshilfe zu sein.
Bis dahin hoffe ich auf euer Verständnis und zeige euch heute nur ein Bild.
Das ist die Victoria Station, in deren Nähe unser Hotel lag und somit war das unsere Stammundergroundstation.
London entdecken mit dem Fotoapparat Teil 3 Abendvergnügen Soho
Im nächsten Teil meines kleines London reviews verschlug es uns am Samstagabend nach Soho und damit an den Piccadilly Circus. Meine Fotoausbeute war hier erwartungsgemäß am geringsten, da ich kein Stativ dabei hatte und es abends auch in London dunkel ist.
Also weniger fotografiert und dafür durch Soho geschlendert und in Chinatown was gegessen. Beim Chinesen konnte ich dann lernen, dass es durchaus üblich ist ein Bier aus der Dose zu servieren, was sicher nachvollziehbar ist, da wir ja nur ca. 50 Euro für das Essen dagelassen haben. Verdammt, ich bin einfach zu anspruchsvoll. Ich kann nur hoffen, das England das Dosenpfand auch bald mal einführt, damit diese Unsitte mit den Dosen ein Ende hat.
Sehr hübsch fand ich auch die Idee, in einem Party- und Vergnügungsviertel am Abend einen Haufen Müll auf die Straße zu stellen, was vor jedem Imbiss und Restaurant geschah. Das macht doch gleich ein viel trashigeres Ambiente, finde ich.
Na ihr merkt schon, dass Soho nicht wirklich meines war, ich glaube aber ich habe mich mehr drüber geärgert das ich nicht so schön fotografieren konnte wie ich gern wollte. Hinzu kam das wir abends doch schon ziemlich hinüber von unsere Tagesrallye durch London waren.



















